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Mut zur Entscheidung: Buuck-Konzept trägt PDF Drucken E-Mail

Wohlwollen begleitete das Hauptprojekt des Forums für Stadtentwicklung
Aber: Ohne baldigen Ratsentscheid wird "einmalige Chance vertan"

Unter dieser Überschrift veröffentlichte "Der Patriot" am 02.05.2009 einen Artikel anlässlich der Jahreshauptversammlung des Rüthener Forums für Stadtentwicklung.

Den kompletten Artikel können Sie hier lesen:
Zeitungsartikel vom 02.05.2009 in der Tageszeitung "Der Patriot"

 

 
Für und wider Haus Buuck in Kurzfassung PDF Drucken E-Mail

Abreißen

Das ist legal nicht zu realisieren. Das Gebäude steht in der Liste der Denkmalschützer ganz oben (ältestes Gebäude Rüthens und herausgehobene Lage; einzigartig erhalten). Das Gebäude hat lt. Denkmalschutz NRW nicht nur eine Bedeutung für die Stadt Rüthen sondern für die gesamte Region. Ein Abriss des Hauses kommt damit nicht in Frage. Mit einem Abriss würde der gesamte Denkmalschutz in Frage gestellt. Weg ist weg! Viele schimpfen heute über die in den siebziger Jahren durchgeführte „Stadtkernsanierung“. Machen wir mit dem ältesten Haus Rüthens nicht den gleichen Fehler.

Zu teuer, Geld sollte man lieber sparen 

Die Restaurierung des Gebäudes ist, von einem auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisierten Architekten, auf 1,739 Mio. € kalkuliert worden. Diese Kostenkalkulation ist die Erste, die auf Grundlage einer komplexen Gebäudeanalyse zu Beginn des Jahres 2008 erstellt worden ist. Alle derzeit lfd. Förderanträge beruhen auf dieser Kostenkalkulation. Allen, in irgendeiner Art Verantwortlichen, liegen diese Zahlen seit Jahresanfang 2008 vor.

Nach jetzigem Stand verbleiben davon bei der Stadt von Minimum 113.000,00 Euro bis max. 550.700,00 Euro.  Der Max.-betrag kann durch Eigenleistung des Forums für Stadtentwicklung (56.700,00 Euro), Förderung der NRW-Stiftung (226.000,00 Euro) bzw. weiterer  Förderer auf den Min.-betrag reduziert werden. Hierfür wird sich das Forum für Stadtenwicklung weiter einsetzen. Die bisher erreichte Förderung durch das Land NRW  kann nicht eingespart oder für andere Objekte eingesetzt werden; sie ist zweckgebunden. Wenn die Gelder nicht nach Rüthen fließen werden sie in anderen Städten investiert.

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Denkmalschutz als gute Tat PDF Drucken E-Mail

Zwei junge freiwillige Helfer engagieren sich im Haus Buuck. Nach Eintreffen des Förderbescheids starten die Arbeiten

Claudius Schließer (l.) und Christina Neumann absolvieren seit Monatsbeginn im Haus Buuck ihr freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege. Das Forum für Stadtentwicklung mit Markus Dahlhoff und Bernd Lehmann (r.) will künftig weiter auf sie setzen.Die Schar der Helfer, die sich in Rüthens ältestem Haus um dessen Erhalt kümmern, wächst immer mehr an: Christina Neumann aus Erwitte und Claudius Schließer aus Eberbach arbeiten seit Monatsbeginn in ihrem freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege. Mit dem Engagement wollen sie sich auf ihre späteren Berufe vorbereiten und sich gleichzeitig für den Erhalt von Denkmälern stark machen.Da scheint das 1609 errichtete Haus Buuck wie geschaffen. Während hier bislang nur Aufräumungs- und Vorarbeiten liefen, kann die umfangreiche Sanierung bald in die Vollen gehen. In naher Zeit werde der offizielle Förderbescheid aus Arnsberg, der Mittel in Höhe von 330 000 Euro zusichert, eingehen, ist sich Bernd Lehmann, Vorsitzender des Forums für Stadtentwicklung, sicher. Erste Maßnahmen gelten der maroden Westwand: Hier müssen die Konstruktion abgestützt und Balken ausgetauscht werden.

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Die Freiwilligen sind da: Junge Leute arbeiten im Haus Buuck PDF Drucken E-Mail

Arbeit werden sie hier genug finden: Seit dieser Woche haben Christina Neumann und Claudius Schließler ihr Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege angetreten. Ihr Einsatzort ist das Haus Buuck in Rüthen, ihr Arbeitgeber das Rüthener "Forum für Stadtentwicklung".

Bessern das Pflaster am HausBessern das Pflaster am Haus Buuck aus: Die beiden Freiwilligen Christina Neumann und Claudius Schließler sowie Markus Dahlhoff und Bernd Lehmann vom 'Forum für Stadtentwicklung'. Foto: Jürgen KortmannNachdem das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr bei Jugendlichen so auf Zuspruch treffen, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit dem Denkmaljahr nachgezogen. Durchgeführt werden kann es zum Beispiel auch bei Architekten oder Restauratoren — und eben vor Ort an konkreten Projekten. Das „Forum” hat sein Haus Buuck über die Jugendbauhütte Soest bekannt gemacht: Am Ende konnte Forums-Vorsitzender Bernd Lehmann mit 12 jungen Leuten aus ganz Deutschland Bewerbungsgespräche führen. Den Job bekommen haben die 21-Jährige aus Erwitte und der 19-Jährige aus Eberbach/Neckar.

Claudius Schließler spricht schon von „einem sehr interessanten Gebäude”. Er will handwerklich etwas geübter werden, Orientierung für den weiteren Werdegang finden. Die Freiwilligen werden bei der Sanierung eng mit den Fachleuten zusammenarbeiten. Auch Christina Neumann hofft „auf eine Menge Erfahrung”: Dadurch, dass sie Einblicke in ganz verschiedene Tätigkeiten erhalten wird, erhofft sie sich Vorteile später im Studium. Bernd Lehmann verspricht den beiden viel Arbeit in den nächsten Monat — das Denkmaljahr erstreckt sich immer von September bis September. 2009 sollen die nächsten Freiwilligen folgen, irgendwann werden sie dann auch im Haus Buuck selbst wohnen können.

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"Absolut sanierungswürdig" PDF Drucken E-Mail

Dr. Thomas Spohn, Bauforscher beim Denkmalamt, inspizierte Haus Buuck. Spuren in den Balken des Fachwerks erklären Bau und Umbauten

Dr. Thomas Spohn weiß, wonach er suchen muss. Der Bauforscher vom Denkmalamt in Münster hat die Spuren der früheren Wand schnell entdeckt. Ursprünglich war sie 20 Zentimeter weiter vorn eingezogen. Foto: von TwisternEs sind vor allem zwei Fragen, die Dr. Thomas Spohn umtreiben: Wie sah Rüthens ältestes Haus kurz nach seiner Fertigstellung im Jahr 1609 aus? Und wer hat warum den großen Umbau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorgenommen? Gestern nahm sich der Bauforscher vom Amt für Denkmalpflege Münster Balken und Fachwerk von Haus Buuck unter die Lupe.Bekannt ist schon seit einer Untersuchung vor 20 Jahren, dass die Wand zum Stall 20 Zentimeter nach innen versetzt wurde. Aber was war der Grund für die - eigentlich ja nur geringe - Vergrößerung, die dadurch erreicht wurde? „Vielleicht hat es etwas mit der Aufstallung zu tun“, vermutet Spohn. Nachdem man dazu überging, das Vieh ganzjährig im Haus zu halten, wurde der Platz benötigt, um hinter den Kühen durchgehen zu können. 20 Zentimeter können da schon genügen. Platz für mehr Futter hat er womöglich geschaffen, indem er den obersten Boden gesenkt und das Dach höher gebaut hat.

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