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Hauptausschuss gibt 50 000 Euro für den Kauf von Haus Buuck frei. Forum für Stadtentwicklung optimistisch, Bürgermeister warnt

Gegen den Grundstückswert in Höhe von 37 500 Euro erwarb das Rüthener Forum für Stadtentwicklung das 1609 gebaute „Haus Buuck“. 50 000 Euro stellte der Hauptausschuss zur Verfügung. Foto: Schulte-NölleMit der Freigabe von 50 000 Euro aus dem Stadtsäckel zum Kauf des Hauses Buuck tat der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend den ersten Schritt in Richtung Stadtgeschichtsherberge. Damit ist Rüthens ältestes Haus in der Hachtorstraße im Besitz des Forums für Stadtentwicklung.

Ausführlich diskutierten die Ausschussmitglieder die nächsten Schritte und baten auch Bernd Lehmann, Vorsitzender des Forums, sowie den Architekten Eckhard Lohmann um Stellungnahmen.1,74 Millionen Euro werde das Projekt bis zur Fertigstellung insgesamt kosten. Dabei entfallen laut Kostenberechnung des Architekten etwas mehr als eine Million Euro auf die „städtebauförderungsfähigen Baukosten“.

Die Fraktionssprecher von CDU, SPD und BG erklärten einmütig, hinter dem Projekt zu stehen. Es gebe aber noch „zu viel Nebel im Raum“, so Friedhelm Thomas (CDU). Damit meinte er die Förderung durch das Land, die NRW-Stiftung und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die zwar in Aussicht gestellt, aber noch nicht schriftlich zugesagt sind. „Bis 100 000 Euro stehen wir hinter Haus Buuck“, betonte er.

Insbesondere Bürgermeister Rudolf Schieren stellte die Frage, ob denn das Forum in der Lage wäre, einen Teil der Eigenkosten zu übernehmen, wenn die Förderungen nicht in der Höhe eintreffen wie erhofft. Es könnten „170 000 Euro auftauchen, die irgendjemand bezahlen muss“, warnte er den Ausschuss.

Lehmann verneinte und erklärte, dass man optimistisch sei und davon ausgehe, die Förderungen wie kalkuliert zu erhalten. Sollte entgegen den Erwartungen eine Lücke klaffen, so finde sich Sparpotenzial - „ich sehe genug Stellschrauben“, fügte Architekt Lohmann hinzu. Im schlimmsten Fall, wenn nicht genug finanzielle Unterstützung käme, könne man immer noch stoppen. Ohnehin dürfe ein Bau nicht vor Eintreffen von Förderungen begonnen werden.

„Es wird funktionieren, die anderen funktionieren auch“, ging Lohmann auf die Wirtschaftlichkeit der einst fertigen Herberge ein. Als Referenz dienen ihm Haus Hövel in Brilon, Kloster Bredelar und der Kump in Hallenberg. Bei einer 50-prozentigen Auslastung der 25 Betten sowie zwei Vermietungen je Monat und Mieteinnahmen von Teilnehmern eines freiwilligen Denkmaljahres kämen laut Entwurf monatlich 5400 Euro zusammen. Mit diesen Einnahmen sollen nach Fertigstellung die laufenden Betriebskosten gedeckt werden.

(Auszug aus "Der Patriot" vom 28.02.2008)