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Gelder rieseln ins Stadtsäckel PDF Drucken E-Mail

Für die Sanierung von Haus Buuck gibt die NRW-Städteförderung 339 000 Euro. Weitere 50 000 Euro aus der Denkmalförderung gehen ans Alte Rathaus

Für die Sanierung des Dachs vom Alten Rathaus hat das Land der Stadt 50 000 Euro zugesagt. Rüthen selbst will die Verlegung des Haupteingangs unter die Treppe zahlen.Zimmermänner, Dachdecker und Tischler aufgepasst: Die Arbeiten an Haus Buuck können beginnen. 339 000 Euro erhält die Stadt Rüthen von der Städtebauförderung NRW für das Sanierungsgebiet Hachtorstraße, das auch die Instandsetzung von Rüthens ältestem Haus beinhaltet.Bauminister Oliver Wittke hat gestern in Düsseldorf die Zahlen bekannt gegeben. Insgesamt fließen 218 Millionen Euro in 288 Projekte landesweit. Dass für Rüthen knapp 300 000 Euro bereit stehen, hatte Wittke bereits bei seinem Besuch in der Bergstadt vergangene Woche erwähnt, allerdings offen gelassen, wofür die Gelder bestimmt sind.

„Damit ist der finanzielle Grundstein gelegt“, freut sich Bernd Lehmann, Vorsitzender des Trägervereins Forum für Stadtentwicklung, über den ersten Geldsegen aus Düsseldorf. „Der Hahn wird damit aber noch nicht zugedreht“: Lehmann erwartet von dieser Seite schließlich insgesamt 70 Prozent der Gesamtinvestition von 1,74 Millionen Euro. Weitere zehn Prozent sollen jeweils von der NRW Stiftung und der Stiftung deutscher Denkmalschutz kommen, sodass die Stadt lediglich noch zehn Prozent zuschießen müsste.

Bürgermeister Schieren noch skeptisch

Für die Sanierung des Dachs vom Alten Rathaus hat das Land der Stadt 50 000 Euro zugesagt. Rüthen selbst will die Verlegung des Haupteingangs unter die Treppe zahlen.

Bernd Lehmann (3.v.l.) hat mit seiner Präsentation von Haus Buuck im Dezember Landesbauminister Oliver Wittke (2.v.l.) überzeugt. Für die ersten Schritte der Sanierung gibt es jetzt 339 000 Euro vom Land. Foto: Archiv

Eine optimistische Auffassung, der Bürgermeister Rudolf Schieren noch skeptisch gegenüber steht. „Ich möchte wissen, was genau auf die Stadt zukommt, auch an Folgekosten.“ Die knappe halbe Million Euro, die Rüthen als Rückzahlung aus dem Solidaritätsfonds erhalten hat, wird dafür nicht aufgewendet. „Diese Summe wird in die Schuldentilgung gesteckt. Da bin ich eisern wie Steinbrück in Berlin.“

Sicher ist, dass das Projekt Geschichtsherberge langsam Gestalt annimmt. Lehmann hat bereits vier Bewerbungen von Jugendlichen für ein Freiwilliges Jahr im Denkmalschutz auf dem Schreibtisch liegen. „Selbst der Leiter der Jugendbauhütte in Soest war überrascht über diese Vielzahl von Interessenten für Rüthen“, berichtet der Forums-Vorsitzende. Die Bewerber kommen aus Münster, Wiedenbrück und Unna. Zwei Freiwillige möchte der Trägerverein zum 1. September einstellen und auch die beiden Arbeitssuchenden weiter beschäftigen, die bereits jetzt im Haus Buuck fleißig aufräumen.

Erst neues Dach, später neue Fenster

Und auch ein weiteres Projekt in der Hachtorstraße nimmt Gestalt an. 50 000 Euro für die Sanierung des Dachs vom Alten Rathaus stellt das Denkmalförderprogramm des Landesbauministeriums zur Verfügung - allerdings erst im Jahr 2010. Sobald der Bewilligungsbescheid da ist, kann die Stadt in Vorleistung gehen, erklärt Bauamtsleiter Alfons Strümper. „In nächster Zukunft geht es los“, kündigt er an.

Durch das Schieferdach regnet es auf der Süd- und Westseite durch. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll der Haupteingang unter die Treppe verlegt werden, dort wo er ursprünglich war. In diesem Zuge soll im Untergeschoss auch ein großzügiges Foyer entstehen (wir berichteten). Neue Fenster stehen als nächstes auf der Prioritätenliste.

(Auszug aus "Der Patriot" vom 11.04.2008)