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1-Euro-Jobber Rene Rapchan und Frank Wilde entkernen derzeit Haus Buuck: „Projekt kann Sprungbrett sein, das Arbeitgeber aufmerksam macht“ „Hier im Haus Buuck bist du alles“, erzählt 1-Euro-Jobber Rene Rapchan. „Zunächst der Mann fürs Grobe, dann auch Elektriker, zwischendurch mal Maurer und dann wieder Landschaftsgärtner.“ Zusammen mit Frank Wilde entkernt der 31-jährige Dachdecker derzeit das historische Gemäuer im Auftrag der Arbeitsagentur. Dabei ist das ungewöhnliche Projekt für die beiden jungen Männer mittlerweile viel mehr als ein bloßes „Muss“.„Wir sehen die Restaurierung als echtes Sprungbrett und hoffen, dass Arbeitgeber auf uns aufmerksam werden“, erzählen die Alleskönner mit weißen Helmen. Allerhand getan haben sie dafür jedenfalls in den letzten Monaten. Angefangen beim Ausrümpeln der vier Stockwerke (Rene Rapchan: „Die oberen Etagen lagen anfangs voller Müll und Gerümpel“) über das Sichern der Böden und Wände bis hin zum „Entwildern“ des großen Gartens hinter dem Haus Buuck. „Da haben wir richtig gekeult“, so Rapchan, der sichtlich stolz auf sein Werk ist.
„Zwischenzeitlich stand im Keller sogar ein halber Meter Wasser. Das mussten wir dann natürlich schnellstmöglichst abpumpen.“ Doch damit nicht genug: alten Lehmputz von den Sandsteinen schlagen, Farbreste von der Decke kratzen und Unterputz-Leitungen aus der Wand reißen. Das alles sind Aufgaben, die die 1-Euro-Jobber in diesen Tagen zum Schwitzen bringen. „Manchmal fühlen wir uns dabei sogar wie echte Archäologen“, verrät Frank Wilde. Denn so manchen Schatz habe das Haus Buuck schon hergegeben. Alte Zeitungen von 1903, ein uralter Fernseher oder auch antike Bücher und Haushaltsgeräte. „Das ist echt spannend“, meint Rene Rapchan.
Doch im Vordergrund steht bei aller Schwärmerei fürs Antike noch immer die Arbeit. „Das heißt für uns zunächst, die noch bestehenden Leitungen aus den Wänden zu reißen“, erklärt Frank Wilde. Danach seien dann wieder Architekt und Bauherr gefragt. Wie das Haus Buuck ausschaut, wenn es denn dann einmal in neuem Glanz erstrahlt, das können sich die fleißigen Helfer momentan noch nicht vorstellen. „Doch wenn man den Plänen glauben darf“, meint Rene Rapchan, „wird das ja ein echter Hingucker.“ (Auszug aus "Der Patriot" vom 09.05.2008)
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