| "Absolut sanierungswürdig" |
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Dr. Thomas Spohn, Bauforscher beim Denkmalamt, inspizierte Haus Buuck. Spuren in den Balken des Fachwerks erklären Bau und Umbauten
Doch vor alle Wahrscheinlichkeiten hat der Bauforscher die wissenschaftliche Untersuchung gesetzt. Mit Hilfe der Baumringmethode will er feststellen, wie alt das Holz ist, das zum Bau der Wände benutzt wurde. Bis auf ein Vierteljahr genau kann man die Entstehung so schätzen. Aber bevor er das nicht heraus gefunden hat, will er sich auch nicht auf ein Jahr fest legen. Auch wenn die Erweiterung wunderbar zum Besitzerwechsel von 1838 passt. Der dreischiffige Bau, erklärt Spohn, ist tpoisch für die Zeit nach dem großen Rüthener Brand im Jahr 1739. Damit wäre Haus Buuck schon fast beispielgebend für die etwas spätere Bauweise mit einer Deele und angrenzendem Stall auf der einen sowie Wohnbereich auf der anderen Seite. „Der Speicherstock ist das Außergewöhnliche. Dass jemand 1609 so viel aufzubewahren hatte.“ Spohn kennt sich aus mit der Geschichte der Rüthener Bürgerhäusern, hat er doch darüber ein Kapitel in der Stadtgeschichte geschrieben. Besonders ist auch, dass die Herdstelle als zentrales Element des Hauses erhalten geblieben ist. Sie verbirgt sich heute hinter einem großen, grauen Stromkasten. Doch nachdem Spohn ein wenig vom Putz von der Wand geschlagen hat, ist die ehemalige Herdstelle deutlich zu erkennen. Architekt Eckhard Lohmann will sie allerdings nicht wieder historisch getreu aufmauern. „Die unterschiedlichen Zeitebenen sollen sichtbar bleiben.“ Verschwunden ist inzwischen nur „der Schund“, der in den vergangenen 30 Jahren eingebaut wurde. Wenn Haus Buuck später als Geschichtsherberge Wanderer aufnehmen wird, dann steht das fast 400 Jahre alte Haus in seiner Tradition. „Es hatte immer was mit Gastwirtschaft zu tun“, erklärt Spohn. Dass man das mit Sicherheit sagen kann, ist auch der fast vollständig bekannten Abfolge seiner Besitzer zu verdanken. Auch wenn die ganz genaue Nutzung 1609 nicht bekannt ist, so haben Caspar Buucks Nachfolger doch immer auch Gäste beherbergt. Und mit noch einer Besonderheit kann sich das Bauwerk schmücken: „Es ist eines der ältesten Fachwerkhäuser überhaupt - im Sauerland“, schränkt Spohn ein. Doch auch in der Hellwegregion gehört es zu den ältesten. Noch ältere gibt es nur in Soest. Auch wenn der Bauforscher Dr. Thomas Spohn noch keine Antwort auf seine zwei Fragen gefunden hat - eines steht für ihn jetzt schon fest: „Haus Buuck ist sanierungsfähig und sanierungswürdig.“ (Auszug aus "Der Patriot" vom 15.05.2008)
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