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Die Freiwilligen sind da: Junge Leute arbeiten im Haus Buuck PDF Drucken E-Mail

Arbeit werden sie hier genug finden: Seit dieser Woche haben Christina Neumann und Claudius Schließler ihr Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege angetreten. Ihr Einsatzort ist das Haus Buuck in Rüthen, ihr Arbeitgeber das Rüthener "Forum für Stadtentwicklung".

Bessern das Pflaster am HausBessern das Pflaster am Haus Buuck aus: Die beiden Freiwilligen Christina Neumann und Claudius Schließler sowie Markus Dahlhoff und Bernd Lehmann vom 'Forum für Stadtentwicklung'. Foto: Jürgen KortmannNachdem das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr bei Jugendlichen so auf Zuspruch treffen, hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit dem Denkmaljahr nachgezogen. Durchgeführt werden kann es zum Beispiel auch bei Architekten oder Restauratoren — und eben vor Ort an konkreten Projekten. Das „Forum” hat sein Haus Buuck über die Jugendbauhütte Soest bekannt gemacht: Am Ende konnte Forums-Vorsitzender Bernd Lehmann mit 12 jungen Leuten aus ganz Deutschland Bewerbungsgespräche führen. Den Job bekommen haben die 21-Jährige aus Erwitte und der 19-Jährige aus Eberbach/Neckar.

Claudius Schließler spricht schon von „einem sehr interessanten Gebäude”. Er will handwerklich etwas geübter werden, Orientierung für den weiteren Werdegang finden. Die Freiwilligen werden bei der Sanierung eng mit den Fachleuten zusammenarbeiten. Auch Christina Neumann hofft „auf eine Menge Erfahrung”: Dadurch, dass sie Einblicke in ganz verschiedene Tätigkeiten erhalten wird, erhofft sie sich Vorteile später im Studium. Bernd Lehmann verspricht den beiden viel Arbeit in den nächsten Monat — das Denkmaljahr erstreckt sich immer von September bis September. 2009 sollen die nächsten Freiwilligen folgen, irgendwann werden sie dann auch im Haus Buuck selbst wohnen können.

Heute, bei der Vorstellung der beiden Freiwilligen, erläuterte er auch, warum sich an dem Haus für Außenstehende so wenig Sichtbares tue: Dem „Forum” sind zwar zur Sanierung die ersten 330 000 Euro aus Städtebauförderungmitteln zugesprochen worden, die tatsächliche Übergabe des Bewilligungsbescheides verzögert sich aber — Grund dafür sei eine Arbeitsüberlastung in der zuständigen Abteilung der Bezirksregierung. Bis dahin darf das „Forum” keine Aufträge vergeben: Sie könnten sich dann als schädlich für die Förderung erweisen. So sitzt Lehmann nach eigenen Worten durchaus „auf heißen Kohlen”: Denn das Haus Buuck muss herbst- und winterfest gemacht werden. Begonnen wird (wenn das Geld endlich da ist) mit Sicherungsmaßnahmen, um die ersten Balken freilegen zu können — vielleicht kommen dabei dann auch noch weitere „Neidköpfe” zum Vorschein, die das Haus an der Giebelseite so prägnant zieren. Auch so ein Detailproblem: Die erforderlichen Gerüste sind derzeit im ganzen Kreis Mangelware.

„Ohne Ziele geht es nicht”, meint Lehmann: Die ersten Ziele sind also durchaus bescheiden. Das ehrgeizigere Ziel, zum 400. Geburtstag des Hauses 2009 schon weitgehend fertig zu sein, tritt da in den Hintergrund — „das ist zweitrangig”, sagt Lehmann. Viel wichtiger geworden ist für ihn, dass das Projekt inzwischen auch die Parteien eint. Alle stünden dahinter, auch die anfangs kritische CDU, bestätigte deren Ratsherr und „Forum”-Mitglied Markus Dahlhoff: „Jetzt muss es aber auch langsam vorangehen.”

(Auszug aus "Westfalenpost" vom 05.09.2008)